Angststörungen
Ängste gehören zur Entwicklung dazu. Belastend werden sie, wenn sie den Alltag lähmen. Mit verhaltenstherapeutischer Begleitung lernen Kinder und Jugendliche, Ängste Schritt für Schritt abzubauen und wieder Freiheit und Mut zu gewinnen.
Schutzsignal außer Kontrolle. Verständnis statt Vermeidung.
Angst ist grundsätzlich ein wichtiges Schutzsignal unseres Körpers. Bei einer Angststörung schlägt die Alarmglocke jedoch auch in ganz normalen, sicheren Situationen an.
Ob Trennungsängste, soziale Ängste, Panikattacken oder Phobien: Kinder versuchen oft, angstauslösende Situationen zu vermeiden. Dadurch verstärkt sich die Angst jedoch langfristig. In der Therapie unterbrechen wir diesen Teufelskreis gemeinsam – behutsam, sicher und in einem geschützten Rahmen.
„Angst verliert ihre Macht, wenn man lernt, ihr Schritt für Schritt zu begegnen.“
Wie sich Ängste im Alltag zeigen
Ängste bei Kindern und Jugendlichen haben viele Gesichter. Sie reichen von der Sorge um Bezugspersonen bis hin zu körperlichen Panikreaktionen.
Trennungsängste
Übermäßige Sorge, dass den Eltern etwas zustoßen könnte, Panik beim Alleinsein oder Verweigerung von Schule und Übernachtungen.
Soziale Ängste & Leistungsangst
Starke Angst vor Bewertung, Blamage oder davor, vor anderen zu sprechen. Vermeidung von Gruppen, Vorträgen oder sozialen Kontakten.
Panikattacken & Phobien
Plötzliche, helle Aufregung ohne erkennbaren Auslöser sowie gezielte Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen (z. B. Tiere, Spritzen, Enge).
Körperliche Symptome
Wiederkehrende Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern oder Atemnot – besonders morgens vor der Schule oder vor belastenden Ereignissen.
Wichtiger diagnostischer Hinweis
Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Anzeichen dienen lediglich als erste Orientierungshilfe. Das Vorliegen einzelner Merkmale bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind von einer Angststörung betroffen ist. Eine zuverlässige und gesicherte Diagnose kann ausschließlich durch eine umfassende klinische Abklärung bei einem qualifizierten Spezialisten (wie einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder Facharzt) gestellt werden.
Der therapeutische Weg aus der Angst
Verhaltenstherapie bei Ängsten ist hochwirksam und klar strukturiert. In drei Phasen erarbeiten wir Schritt für Schritt Sicherheit:
Orientierung & Verstehen
Gemeinsames Erforschen des Angstteufelskreises. Das Kind versteht, warum die Angst entsteht und wie Gedanken den Körper beeinflussen.
Schrittweise Exposition
Behutsame, gut vorbereitete Annäherung an beängstigende Situationen. Das Kind erlebt: "Ich kann die Angst aushalten und sie lässt nach."
Selbstständige Bewältigung
Festigung von Selbstberuhigungstechniken, Einbeziehung von Eltern und Schule für dauerhaften Mut im Alltag.
Häufige Fragen
Gut zu wissen
Antworten auf die wichtigsten Fragen von Eltern zum Thema Angststörungen:
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja. Als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit Kassenzulassung werden die Kosten für die Behandlung in der Regel vollständig von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
Muss mein Kind Angst in der Therapie haben?
Nein. Alle Schritte werden transparent abgesprochen und im eigenen Tempo des Kindes durchgeführt. Es wird niemand zu etwas gezwungen. Ziel ist, dass das Kind stolz auf seine Fortschritte ist.
Wie werden Eltern in die Therapie einbezogen?
Regelmäßige Elterngespräche sind ein zentraler Bestandteil. Sie lernen, wie Sie Ihr Kind bei Ängsten unterstützen können, ohne die Angst ungewollt zu verstärken.
Belastet Angst den Alltag Ihres Kindes?
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam finden wir den passenden Weg.