Depressionen
Eine Depression ist mehr als Traurigkeit. Anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Rückzug nehmen jungen Menschen die Lebensfreude. In der Therapie aktivieren wir Ressourcen und entwickeln Wege zu neuer Stabilität.
Schwere im Alltag lichten. Lebensfreude zurückgewinnen.
Depressionen im Kindes- und Jugendalter äußern sich oft anders als bei Erwachsenen. Neben Traurigkeit zeigen sich häufig Gereiztheit, Rückzug, Leistungsabfall oder körperliche Beschwerden.
Ein Teufelskreis aus negativen Gedanken, Rückzug und fehlenden Erfolgserlebnissen verstärkt das Gefühl von Hoffnungslosigkeit. In der Verhaltenstherapie durchbrechen wir diesen Kreis schrittweise – durch behutsame Aktivierung, Stärkung des Selbstwerts und das Erlernen neuer Denk- und Verhaltensmuster.
„Auch die dunkelste Phase hat einen Ausgang – wir finden ihn gemeinsam.“
Die vier Ebenen einer jugendlichen Depression
Depressive Symptome betreffen nicht nur die Stimmung, sondern wirken sich auf das gesamte Erleben und Verhalten aus:
Stimmung & Gefühle
- • Anhaltende Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder innere Leere
- • Ausgeprägte Gereiztheit oder schnelle Frustration
- • Gefühl von Gefühllosigkeit oder Taubheit
Antrieb & Körper
- • Ständige Erschöpfung und extreme Antriebslosigkeit
- • Ein- oder Durchschlafstörungen, morgendliches Tief
- • Appetitlosigkeit oder deutliche Gewichtsveränderungen
Gedanken & Selbstbild
- • Grübeln, negative Zukunftserwartungen ("Es hat alles keinen Sinn")
- • Selbstzweifel, Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle
- • Ausgeprägte Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
Verhalten & Soziales
- • Rückzug von Freunden, Hobbys und familiären Aktivitäten
- • Nachlassen der schulischen Leistungen und Vernachlässigung der Pflichten
- • Vernachlässigung des eigenen Äußeren
Wichtiger diagnostischer Hinweis
Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Anzeichen dienen lediglich als erste Orientierungshilfe. Das Vorliegen einzelner Merkmale bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind von einer Depression betroffen ist. Eine zuverlässige und gesicherte Diagnose kann ausschließlich durch eine umfassende klinische Abklärung bei einem qualifizierten Spezialisten (wie einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder Facharzt) gestellt werden.
Wie die Verhaltenstherapie hilft
Die Therapie erfolgt schrittweise und zielt darauf ab, wieder Aktivität, Freude und Selbstvertrauen aufzubauen:
Schrittweise Verhaltensaktivierung
Gemeinsam planen wir kleine, machbare Aktivitäten im Alltag, die wieder Freude machen oder ein Erfolgserlebnis vermitteln. Dadurch gewinnen Kinder schrittweise ihre Energie zurück.
Kognitive Umstrukturierung
Wir identifizieren negative automatische Gedanken ("Ich schaffe das eh nicht") und lernen, diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und in hilfreiche, realistischere Sichtweisen zu korrigieren.
Stärkung & Rückfallprophylaxe
Aufbau von Problemlösefähigkeiten, Stärkung des Selbstwerts und Entwickeln eines Notfallplans für belastende Phasen, um erzielte Erfolge dauerhaft zu sichern.
Häufige Fragen
Gut zu wissen
Antworten auf wichtige Fragen von Eltern zum Thema Depression:
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja. Die Kosten für eine Richtlinienpsychotherapie bei Depressionen werden von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
Sind Medikamente (Antidepressiva) zwingend notwendig?
Nein. Bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist Psychotherapie die Methode der ersten Wahl. Ob eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll ist, wird nur bei sehr schweren Verläufen in Abstimmung mit Fachärzten besprochen.
Sie machen sich Sorgen um Ihr Kind?
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam schauen wir, was hilft.